„Der Schwarm“ war nicht nur für Frank Schätzing sondern auch für die Kieler Meeresforscher ein voller Erfolg. Mit seinem 2004 erschienenen Science-Fiction-Roman wurden das GEOMAR und die Gashydratforschung auf einen Schlag einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Frank Schätzings geschickte Verbindung zwischen wissenschaftlichen Fakten und der Aura des Unbekannten, der bis heute weitgehend unerforschten Welt der Tiefsee, schufen eine einzigartige Basis für einen spannenden, in mittlerweile 27 Ländern mehr als 4 Millionen Mal verkauften Science-Fiction-Thriller.

Damit hat es Schätzing geschafft, unzähligen Menschen einen verständlichen Einblick in die oft komplexen wissenschaftlichen Inhalte der Meeresforschung zu gewähren. In weiteren Buch- und Filmprojekten wie dem ZDF-Dreiteiler „Universum der Ozeane“, widmete sich Schätzing dem schier unerschöpflichen und Phantasie anregenden Themenfeld Meer.



Till Keulen von der Deutschen Bank (l.) und GEOMAR-Direktor Professor Peter Herzig (r.) überreichen Frank Schätzing den Deutschen Meerespreis 2011. Foto: J. Steffen, GEOMAR

In Anerkennung seiner Leistungen für die Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge in die Öffentlichkeit wurde Frank Schätzing der Deutsche Meerespreis 2011 verliehen. Die Verleihung fand am 23. Mai 2011 am Kieler GEOMAR statt. „Frank Schätzing hat sich intensiv mit den komplexen Themen der Meeresforschung auseinandergesetzt und diese solide Basis erfolgreich für seine Arbeiten genutzt. Er wollte die Zusammenhänge genau verstehen, auch wenn er sich mit Recht die schriftstellerische Freiheit nahm, die Grenzen von Realität und Fiktion zu verwischen. Gerade deshalb ist die Außenwirkung für das GEOMAR immer sehr positiv gewesen und hat uns in der Öffentlichkeit zu einem nie dagewesenen Bekanntheitsgrad verholfen“, so Peter Herzig, Direktor des GEOMAR. Till Keulen von der Deutschen Bank hob hervor: „Themen aus Wissenschaft und Wirtschaft sind oft komplexer Natur. Um so wichtiger ist es, gerade auch möglichst viele junge Menschen für die damit verbundenen Phänomene und Fragen zu begeistern. Am Werk des diesjährigen Preisträgers zeigt sich das große Potenzial einer Wissenschaftskommunikation, die sich den Brückenschlag zwischen Realität und Fiktion zunutze macht."



Der bekannte Fernsehmoderator und Wissenschaftsjournalist Karsten Schwanke hob in seiner Laudatio die Bedeutung spannender Geschichten für die Vermittlung von Wissenschaft hervor. Foto: J. Steffen, GEOMAR

„Ohne Frank Schätzing und sein Buch „Der Schwarm“, wüsste wahrscheinlich immer noch kaum jemand außerhalb der Wissenschaft was Gashydrat ist“, meinte Laudator Karsten Schwanke. „Schätzing hat es geschafft, anspruchsvolle wissenschaftliche Themen in einer spannenden und attraktiven Story zu verpacken“, so Schwanke weiter. Für seinen Erfolgsroman hatte Frank Schätzing intensive Recherchen am damaligen GEOMAR in Kiel durchgeführt und sich von Experten wie Professor Erwin Suess und Professor Gerhard Bohrmann ausführlich beraten lassen. Als Dank tauchen diese und andere Wissenschaftler, wie auch das GEOMAR-Institut selbst, in der Handlung des „Schwarms“ wieder auf. Auch in späteren Buch- und Filmprojekten spielt die Kieler Meeresforschung immer wieder eine wichtige Rolle. „Die Kieler Forscher waren immer sehr entgegenkommend, mir die komplexen Sachverhalte der aktuellen Meeresforschung mit sehr viel Geduld zu erklären“, so Preisträger Frank Schätzing.

   
    Mehr zur Preisverleihung unter www.geomar.de    
   
   
Über den Deutschen Meerespreis | Impressum und Kontakt